Gesundheit- und Sozialdienste, Psychosoziale Betreuung

Die Struktur der österreichischen Gesellschaft verändert sich, Ein Blick auf die Alterspyramide verdeutlicht die zunehmende Bedeutung eines breiten Angebotes an Pflege- und Betreuungsdiensten. Das Rote Kreuz als die größte österreichische Hilfsorganisation sieht sich verpflichtet, auch auf diesem Gebiet den Menschen, die der Hilfe bedürfen, professionell zur Seite zu stehen.

Essen auf Rädern 

Essen auf Rädern wird im Bezirk Reutte in zwei regionalen Gebieten ausgeliefert. Route „Reutte und Umgebung“ (bis einschl. Weißenbach bzw. bis Vils) und die Route „Zugspitzgebiet“ (Ehrwald, Lermoos und Biberwier).

Freiwillige MitarbeiterInnen sorgen dafür, dass das frisch zubereitete Essen zuverlässig zugestellt wird. Bei Bedarf wird die Mahlzeit noch tellerfertig hergerichtet und dabei ergibt sich auch das eine oder andere Gespräch.

Als gute Alternative (für die gesamte Region Bezirk Reutte) bieten wir auch die Möglichkeit zur Bestellung von tiefgefrorenen Fertiggerichten aus einem umfangreichen Angebot. Detaillierte Informationen erhalten Sie ebenfalls unter der rechts angeführten Telefonnummer.

Hausnotruf

Der Hausnotruf sorgt für Sicherheit in den eigenen vier Wänden. Gerade für ältere, alleinstehende Personen eignet sich diese Einrichtung, welche seit 30 Jahren von unserem Kooperationspartner, der Freiwilligen Rettung Innsbruck, erfolgreich betrieben wird. Dabei handelt es sich um ein Gerät, welches im Bedarfsfall (bei Sturz in der Wohnung, bei einer plötzlichen Schwindelattacke etc.) auf Knopfdruck eine Verbindung zur Servicezentrale herstellt. Ein Mitarbeiter erkundigt sich nach dem Problem und leistet Hilfe. Sollte es sich tatsächlich um ein medizinisches Problem handeln oder keine Sprechverbindung aufgebaut werden können, wird umgehend der Rettungsdienst verständigt.

Fragen und Bestellungen zum Hausnotruf können jederzeit gerne über die Servicezentrale der Freiwilligen Rettung Innsbruck unter 0810 100 144 oder über die Homepage www.hausnotruf-tirol.at erfolgen.

Krisenintervention und SvE

Die Kriseninterventionsteams des Roten Kreuzes, betreuen betroffene Menschen nach möglicherweise traumatischen Ereignissen – und zwar in der Akutphase, das heißt unmittelbar nach dem Vorfall und direkt vor Ort. Die Krisenintervention erfolgt unmittelbar nach dem Ereignis und ist nicht als Therapie zu betrachten. Vielmehr schließt sie die „Lücke“ zwischen dem Vorgefallenen und einer professionellen psychosozialen Nachbetreuung.

Unseren Grundsätzen entsprechend bieten wir diese Betreuung allen Betroffenen an. Dazu zählen Opfer von Unfällen oder Gewaltdelikten ebenso wie Angehörige, Freunde, Bekannte, Augenzeugen, Unfallverursacher oder andere Beteiligte.

Die Krisenintervention verfolgt mehrere Ziele: Zum einen geht es darum, die Zeit zu überbrücken, bis das soziale Netzwerk der betroffenen Menschen greift. Zum anderen bieten unsere psychologisch geschulten MitarbeiterInnen den Betroffenen Nähe und Halt, Struktur, Organisation und praktische Beratung, damit sie möglichst rasch wieder psychische Stabilität erlangen und ihre Handlungsfähigkeit zurückgewinnen. In solchen Fällen helfen wir:

  •  Plötzlicher Kindstod (SIDS)
  • Außergewöhnliche Todesfälle
  • Unfälle mit Todesfolge bzw. schwere Verletzungen
  • Betreuung von Betroffenen nach Suizid bzw. Suizidversuch eines Angehörigen
  • Betreuung von Angehörigen vermisster Personen
  • Überbringung der Todesnachricht (nur mit Exekutive)
  •  Gewaltdelikte, Bank- und Raubüberfälle
  • Betreuung nach Reanimation/Todesfällen im häuslichen Bereich
  • Betreuung von Kindern in familiären Notsituationen
  • Betreuung während und nach Großschadensereignissen und Katastrophen
  • Betreuung bei Verlust der Lebensgrundlage
  • Lokführerbetreuung

In der Regel bleiben die Einsatzkräfte vor Ort, bis der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin des  Kriseninterventions-Teams eintrifft. Dadurch ist eine geordnete Übergabe und Einweisung möglich.

Die Mitarbeiter der Krisenintervention können täglich Rund um die Uhr über die Leitstelle Tirol (Notruf: 144) alarmiert werden.

SvE – Hilfe für die Helfer

Auch die Einsatzkräfte selbst sind bei Unfällen und anderen Ereignissen häufig mit schweren psychischen Belastungen konfrontiert. Daher bedarf es auch gezielter Hilfe für die Helfer (Einsatzkräftenachsorge). Unser SvE-Team (kurz für: Stressverarbeitung nach belastenden Einsätzen) unterstützt die Einsatzkräfte nach besonders stressreichen, potentiell traumatischen Ereignissen.

ÖRK / M. Hechenberger